Was eine KI in Ihrem Haus erfüllen muss
Setzen Sie eine KI mit personenbezogenen Daten ein, sind Sie dafür verantwortlich, nicht der Anbieter der KI [4]. Viele Angebote sagen dazu wenig. Hier steht, was Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und KI-Verordnung von einer KI verlangen, die mit Ihren Unterlagen arbeitet, welche Fragen Sie jedem Anbieter stellen sollten und was Convalo davon heute erfüllt.
Stand Oktober 2026, nach bestem Wissen aus den genannten Quellen zusammengestellt. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Für Ihren Einzelfall fragen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten oder eine Anwältin.
Vier Ebenen, von außen nach innen
Datenschutz beginnt nicht bei der Antwort, sondern bei der Frage, wo Ihre Unterlagen überhaupt verarbeitet werden. Wir gehen von Ihrem Haus bis in das Protokoll einer einzelnen Antwort. Auf jeder Ebene steht, was das Recht verlangt und was Convalo heute tut.
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Ihr Haus
Wo werden Ihre Unterlagen verarbeitet?
Was das Recht verlangt
Gehen personenbezogene Daten an Server außerhalb der EU, gelten strenge Regeln für die Übermittlung [4]. Für die USA erlaubt sie derzeit ein Abkommen, der Datenschutzrahmen EU-USA. Ob er Bestand hat, prüft gerade der Europäische Gerichtshof [6]. Ihre Betriebsgeheimnisse schützt das Gesetz außerdem nur, wenn Sie angemessene Maßnahmen zur Geheimhaltung treffen [7]. Bei manchen Cloud-Diensten für Privatnutzer werden Eingaben zum Training der Modelle verwendet, solange niemand widerspricht [8].
Was Convalo tut
Convalo läuft auf einem Rechner in Ihrem Haus, auch das Sprachmodell. Ihre Unterlagen, Fragen und Antworten verlassen den Rechner nicht. Ins Netz geht es für Aktualisierungen. Derzeit lädt es außerdem nach jedem Neustart einmal die Programmteile zum Einlesen von Dokumenten nach. Inhalte überträgt es dabei nicht, Nutzungsdaten schickt es nicht an uns.
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Ihr Rechner
Wer darf welche Dokumente sehen, und lässt sich etwas wieder löschen?
Was das Recht verlangt
Die deutschen Datenschutzbehörden haben 2025 beschrieben, worauf es bei Systemen ankommt, die in Dokumenten suchen [5]. Auch der Suchindex, also die aufbereitete Fassung Ihrer Dokumente, in der das System sucht, braucht eine Rechtsgrundlage. Ein Konzept für Rechte und Rollen legt fest, wer welche Dokumente sehen darf, damit Daten nur für ihren Zweck genutzt werden. Verlangt jemand die Löschung seiner Daten, müssen sie auch aus dem Suchindex verschwinden [4].
Was Convalo tut
Wer mit Convalo arbeitet, meldet sich mit einem eigenen Konto an.
Sie können jedes Dokument einzeln löschen. Convalo entfernt es mitsamt den daraus erzeugten Suchdaten und vermerkt die Löschung im Protokoll.
Rollen, die festlegen, wer welche Dokumente sehen darf, sind in Arbeit. In Arbeit
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Die Antwort
Erkennt man, dass eine KI schreibt, und wer entscheidet?
Was das Recht verlangt
Wer eine KI anbietet, die Texte erzeugt, muss diese seit dem 2. August 2026 maschinenlesbar als künstlich erzeugt kennzeichnen [1]. Für Systeme, die schon vorher am Markt waren, gilt eine Frist bis zum 2. Dezember 2026 [2]. Entscheidungen, die für einen Menschen rechtliche Folgen haben, darf nicht allein eine Maschine treffen [4]. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs kann schon ein errechneter Wert eine solche Entscheidung sein, wenn sich ein Mensch maßgeblich darauf stützt [9].
Was Convalo tut
Über jeder Antwort steht „Von einem KI-System erzeugt“, dazu kommt eine maschinenlesbare Kennzeichnung. Wer die Antwort kopiert, kopiert einen Hinweis mit. Abschalten lässt sich das nicht.
Zu jeder Antwort nennt Convalo die Fundstelle. Fehlt ein gültiger Beleg, steht „nicht belegt“ da. Convalo schlägt vor, entscheiden tut ein Mensch.
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Das Protokoll
Lässt sich später nachweisen, was geschehen ist?
Was das Recht verlangt
Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss nachweisen können, dass er die Regeln einhält [4]. Kann eine technische Einrichtung Verhalten oder Leistung von Beschäftigten überwachen, bestimmt der Betriebsrat mit. Über die Planung von KI müssen Sie ihn rechtzeitig unterrichten [10].
Was Convalo tut
Convalo hält zu jeder KI-Ausgabe fest, welches Modell sie erzeugt hat, mit welcher Fassung der Anweisung und wann. Einträge lassen sich nur anfügen, nicht ändern. Jeder ist über eine Prüfsumme mit dem vorigen verkettet, sodass eine nachträgliche Änderung auffiele. Inhalte Ihrer Dokumente stehen nicht darin.
Beteiligen Sie Ihren Betriebsrat trotzdem früh. Schon ein Protokoll kann die Frage nach Überwachung aufwerfen.
Der Zeitplan der KI-Verordnung
Die europäische KI-Verordnung gilt seit 2024 und greift in Stufen [1]. Im Juli 2026 hat die EU mehrere Fristen verschoben und einzelne Pflichten vereinfacht [2]. In Deutschland überwacht die Bundesnetzagentur, ob die Regeln eingehalten werden [3].
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Verbote und KI-Kompetenz
Bestimmte Praktiken sind verboten, etwa die Bewertung von Menschen nach ihrem sozialen Verhalten. Wer KI anbietet oder einsetzt, muss dafür sorgen, dass die eigenen Leute damit umgehen können. Seit Juli 2026 heißt das, Maßnahmen dafür zu ergreifen [2].
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Pflichten für die Entwickler großer Sprachmodelle
Sie treffen die Hersteller der Modelle. Wer ein solches Modell nur einsetzt, wird dadurch in der Regel nicht selbst zu dessen Anbieter [13].
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Kennzeichnung von KI-Inhalten
Menschen müssen erkennen können, dass sie mit einer KI sprechen und dass ein Text künstlich erzeugt ist [1].
- Heute, Oktober 2026
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Zwei weitere Verbote, Ende der Übergangsfrist
Verboten sind dann KI-Systeme, die Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern oder intime Bilder realer Personen ohne deren Einwilligung erzeugen. Systeme, die schon vor August 2026 am Markt waren, müssen bis dahin maschinenlesbar kennzeichnen [2].
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Hochrisiko-Systeme nach Einsatzzweck
Pflichten für KI in Bereichen wie Personalwesen und Bildung [2].
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Hochrisiko-Systeme in Produkten
Pflichten für KI, die Teil eines Produkts ist, das bereits EU-Regeln unterliegt, etwa einer Maschine [2].
Verstöße gegen die Verbote können bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes kosten, Verstöße gegen andere Pflichten bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent. Für kleine und mittlere Unternehmen gilt jeweils der niedrigere Betrag [1].
Ist Ihre Anwendung ein Hochrisiko-System?
Das entscheidet nicht die Technik, sondern der Zweck. Dieselbe Software kann unkritisch sein oder strengen Pflichten unterliegen, je nachdem, wofür Sie sie einsetzen [1].
Zwölf Fragen an jeden KI-Anbieter
Stellen Sie diese Fragen jedem Anbieter, auch uns. Unsere Antworten stehen daneben, auch dort, wo wir noch nicht fertig sind.
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Wo werden unsere Daten verarbeitet, und verlassen sie die EU?
Übermittlungen in Länder außerhalb der EU sind nur unter besonderen Bedingungen erlaubt [4].
Auf Ihrem eigenen Rechner, auch das Sprachmodell. Im Betrieb geht nichts nach außen.
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Wird mit unseren Eingaben oder Dokumenten ein Modell trainiert?
Bei manchen Diensten geschieht das, solange niemand widerspricht [8].
Nein. Convalo sucht in Ihren Dokumenten, es lernt sie nicht.
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Brauchen wir einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und liegt er vor?
Er ist nötig, wenn ein Dienstleister bei Einrichtung oder Wartung auf personenbezogene Daten zugreifen kann [4].
In Arbeit
Unsere Vorlage liegt als Entwurf vor und muss noch anwaltlich geprüft werden.
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Wer kann im System welche Dokumente sehen?
Die Datenschutzbehörden verlangen ein Konzept für Rechte und Rollen [5].
In Arbeit
Rollen, die festlegen, wer welche Dokumente sehen darf, sind in Arbeit. Anmelden mit eigenem Konto geht schon heute.
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Können wir ein Dokument vollständig löschen, auch aus dem Suchindex?
Das Recht auf Löschung gilt auch für die aufbereiteten Daten [5].
Ja, je Dokument, mit einem Vermerk im Protokoll.
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Woran erkennen wir, dass ein Text von der KI stammt?
Kennzeichnungspflicht seit dem 2. August 2026 [1].
Sichtbarer Hinweis und maschinenlesbare Kennzeichnung an jeder Antwort, auch beim Kopieren. Nicht abschaltbar.
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Woher stammt eine Antwort, und wer entscheidet am Ende?
Folgenreiche Entscheidungen darf nicht allein eine Maschine treffen [9].
Jede Antwort nennt ihre Fundstelle oder sagt „nicht belegt“. Convalo schlägt vor, ein Mensch entscheidet.
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Lässt sich nachvollziehen, welches Modell wann was erzeugt hat?
Sie müssen nachweisen können, dass Sie die Regeln einhalten [4].
Ein Protokoll, das sich nicht nachträglich ändern lässt, ohne Inhalte Ihrer Dokumente.
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Welche Modelle laufen, und unter welcher Lizenz?
Eine unklare Lizenz kann den Einsatz im Unternehmen verbieten.
Nur freigegebene offene Modelle, jedes mit belegter Lizenz, etwa Apache 2.0 oder MIT.
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Was passiert, wenn der Vertrag endet?
Ihre Unterlagen und Ergebnisse müssen erreichbar bleiben.
Convalo arbeitet weiter, es gibt keine Fernabschaltung. Lesen und Exportieren sperrt die Lizenz nie. Nach Ablauf und 30 Tagen Übergangszeit gibt es keine Aktualisierungen mehr.
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Wie geht der Anbieter mit Sicherheitslücken um?
Hersteller von Software müssen seit dem 11. September 2026 ausgenutzte Schwachstellen binnen 24 Stunden melden [12].
Wir haben einen festen Ablauf für Sicherheitsvorfälle beschrieben und informieren Sie, wenn Ihre Installation betroffen ist.
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Was bekommen wir für unsere eigenen Pflichten?
Sie müssen für KI-Kompetenz sorgen und prüfen, ob eine Folgenabschätzung nötig ist [2] [11].
Teilweise
Wir führen die Menschen ein, die mit Convalo arbeiten, und Ihre IT bekommt eine Beschreibung des Betriebs. Vorlagen für die Folgenabschätzung und Schulungsunterlagen zur KI-Kompetenz haben wir noch nicht.
Was Sie selbst tun müssen
Auch mit einem sorgfältigen Anbieter bleiben Pflichten bei Ihnen, denn Sie setzen die KI ein. Sechs Punkte sollten Sie vor dem Start klären.
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Zweck und Rechtsgrundlage festlegen
Schreiben Sie auf, wofür Sie die KI einsetzen und auf welcher Grundlage, und ergänzen Sie Ihr Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten [4].
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Folgenabschätzung prüfen
Klären Sie, ob Sie eine Datenschutz-Folgenabschätzung brauchen. Die Liste der Aufsichtsbehörden nennt dafür auch bestimmte Einsätze von KI [11].
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Nur nötige Unterlagen einlesen
Geben Sie der KI, was sie für den Zweck braucht. Personalakten gehören nicht in eine Sammlung für den Service [5].
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Die Menschen befähigen
Wer mit der KI arbeitet, sollte wissen, was sie kann, wo sie sich irrt und wie man eine Fundstelle prüft [2].
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Den Betriebsrat beteiligen
Unterrichten Sie ihn bei der Planung. Kann das System Verhalten oder Leistung erfassen, bestimmt er mit [10].
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Den Datenschutzbeauftragten einbinden
Haben Sie einen, ist er frühzeitig an allen Fragen des Datenschutzes zu beteiligen [4].
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Anfrage stellenFundstellen dieser Seite
Jede Aussage zum Recht trägt eine Nummer. Hier steht, woher sie stammt. Gesetze verlinken wir in der amtlichen Fassung.
- [1] Verordnung (EU) 2024/1689 über künstliche Intelligenz (KI-Verordnung), insbesondere Art. 4, 5, 26, 50, 99 und Anhang III. eur-lex.europa.eu
- [2] Verordnung (EU) 2026/1744 zur Änderung der KI-Verordnung, in Kraft seit 27.07.2026, neue Fassung von Art. 4, Art. 5 und Art. 113. eur-lex.europa.eu
- [3] Gesetz zur Marktüberwachung und Innovationsförderung von Künstlicher Intelligenz (KI-MIG), BGBl. 2026 I Nr. 223 vom 28.07.2026. gesetze-im-internet.de
- [4] Datenschutz-Grundverordnung, Verordnung (EU) 2016/679, insbesondere Art. 4 Nr. 7, Art. 5 Abs. 2, Art. 17, 22, 28, 30, 38 und 44 ff. eur-lex.europa.eu
- [5] Datenschutzkonferenz, Orientierungshilfe zu RAG-Systemen, 17.10.2025. datenschutzkonferenz-online.de
- [6] WilmerHale, Rechtsmittel gegen den Datenschutzrahmen EU-USA beim Europäischen Gerichtshof, 01.12.2025. wilmerhale.com
- [7] Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen, § 2 Nr. 1. gesetze-im-internet.de
- [8] OpenAI, How your data is used to improve model performance, Angaben des Anbieters. openai.com
- [9] Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 07.12.2023, C-634/21 (SCHUFA). curia.europa.eu
- [10] Betriebsverfassungsgesetz, § 87 Abs. 1 Nr. 6 und § 90 Abs. 1 Nr. 3.
- [11] Datenschutzkonferenz, Liste der Verarbeitungen, für die eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchzuführen ist. lda.bayern.de
- [12] Europäische Kommission, Meldepflichten nach dem Cyber Resilience Act. digital-strategy.ec.europa.eu
- [13] WilmerHale zu den Leitlinien der Europäischen Kommission für Anbieter von KI-Modellen mit allgemeinem Verwendungszweck, 24.07.2025. wilmerhale.com